Trachtenverein Oberstdorf

 

Gebirgstrachten- und Heimatschutzverein Oberstdorf e.V.

 

Die Notjahre, die auch eine Folge des großen Brandes von 1865 sind, lasten schwerauf dem Bergbauerndorf. Weitblickende Männer versuchen mit geringen Mitteln das obersteDorf als Sommerfrische-Ort voranzubringen. Aber es sind bei weitem nicht alle,nein, es ist nur ein kleines Häuflein von Leuten die im Tourismus eine Zukunft sehen.

Historisches Bühnenspiel in vier Akten in Oberstdorfer Mundart von Eugen Thomma

so lautet der Titel des neuen Stückes, das im Mai 2012 zur Aufführung kommen wird. Die Notjahre, die auch eine Folge des großen Brandes von 1865 sind, lasten schwerauf dem Bergbauerndorf. Weitblickende Männer haben zwar schon 1872 den„Verschönerungsverein" gegründet und versuchen mit geringen Mitteln das obersteDorf als Sommerfrische-Ort voranzubringen. Aber es sind bei weitem nicht alle,nein, es ist nur ein kleines Häuflein von Leuten die im Tourismus eine Zukunft sehen. Wie sich das gehört, muß zu einer Neuerung doch erst einmal nein gesagt werden. Man kann sich ja später noch auf die Seite der Erfolgreichen schlagen. Und diese Neinsager machen den Pionieren das Leben schwer. Eigens als im Jahre 1882 der Bau eines Kurhauses und eines Moorschwimmbades ansteht spitzten sich die Ereignisse zu. In einer Bauernstube und im Krämerladen wird das Für und Widerausgebreitet. Mit Alltagsgeschehen und Dorftratsch angereichert wird das ganze von lieben Mitbewohnerinnen vermischt und transportiert. Der Verbrauch von Weideland, die Verunreinigung der Natur, die sittliche Gefahr die jungen Leute und was sonst noch alles müssen als Gegenargumente herhalten.In freier Handlung hat der Autor das Geschehen in die wirkliche Dorfgeschichteeingebettet. So kommt es, daß authentische Personen mit erfundenen Gestalten sichdas Rollenspiel teilen. Selbstredend überwiegt dabei die Oberstdorfer Mundart. Teils als Posse, teils in ernster Handlung spiegelt das Stück das Leben im „oberstenDorf" der 1880er Jahre wider, im Oberstdorf, wo nach der Meinung der Kritiker„Alls bloas weags de Hearelit" geschieht.