Trachtenverein Oberstdorf

 

Gebirgstrachten- und Heimatschutzverein Oberstdorf e.V.

 

Ein kleiner Lichtblick in der Not zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren die Anfange der Milchwirtschaft und der ganz zaghaft einsetzende Tourismus. Dann zerstörte die Brandnacht vom 5./6. Mai 1865, als 146 Häuser nieder brannten, alle Hoffnungen.

Historisches Bühnenspiel in vier Akten in Oberstdorfer Mundart von Eugen Thomma

Fremdes Kriegsvolk im Ort, Viehseuchen, Missernten, der völlige Zusammenbruch der Leinenweberei und das Hochwasser von 1851, bei dem Äcker und Wiesen verwüstet wurden, brachten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts dem Bergbauerndorf Oberstdorf eine furchtbare Not. Die Schuldenlast drückte auf die einzelnen kleinen Gehöfte.

Ein kleiner Lichtblick in der Not waren die Anfange der Milchwirtschaft und der ganz zaghaft einsetzende Tourismus. Dann zerstörte die Brandnacht vom 5./6. Mai 1865, als 146 Häuser nieder brannten, alle Hoffnungen.

Unreellen Geschäftemachern waren in dieser Zeit Tür und Tor geöffnet. Das Damoklesschwert der „Gant" schwebte schon vor der Schreckensnacht über einer ganzen Reihe von Gehöften, so auch über dem Anwesen von „Wendle Klara". Zentral um das schwere Los der Frau mit ihrem kleinen „Huimatle" rankt sich unsere Geschichte, in der Klaras Schwager, „Bäschtles Maarte", der Viertelsmeister, eine gewichtiges Wort mitredet. Dramatisch ist das Geschehen in der Bandnacht, wo in Situationen höchster Gefahr im Alltag unbedeutende Menschen über sich hinauswachsen und zu Rettern, ja zu Helden werden.

In freier Handlung sind die persönlichen Schicksale der einzelnen Gestalten in das dörfliche Leben und den historischen Zeitablauf des „Großen Brandes" eingebettet. Die Regie liegt wieder in den bewährten Händen von Eugen Wutz, der schon bei den letzten vier Stücken seine große Erfahrung in die Spielleitung einbrachte.